LEA LANGENFELDER


Performance . Text . Dramaturgie . Regie 

 

langenfelder | thomas

Zusammen mit Cornelius Thomas bildet Lea Langenfelder das Künstlerduo langenfelder|thomas, das an der Schnittstelle von bildender und darstellender Kunst arbeitet und das Verhältnis zwischen Kunst und Leben auslotet

In ihren Arbeiten hinterfragen sie klassische Gesellschaftskonzepte, dekonstruieren etablierte Bühnen und Ausstellungsräume und arbeiten wiederholt mit installativen Modulen oder raumgreifenden Installationen.

langenfelder|thomas bedient sich Methoden der künstlerischen Forschung und bilden für die Zeit ihrer Projekte regelmäßig Arbeitsgemeinschaften mit Künstlern anderer Disziplinen und Genres. Beide Künstler blicken außerdem auf eine langjährige Arbeit im Kollektiv Theater Performance Kunst Rampig zurück, in dem sie neben der Arbeit als Performer Teil des künstlerischen, konzeptionellen Teams sind.

http://langenfelderthomas.tumblr.com.

 


Projekte


 

Projekt Schönheit

Erstens: Suche nach dem Schönen im Alltag, in der Stadt, auf dem Land und im Film, in Musik, Sprache und Bewegung mittels Wahrnehmung.

Zweitens: Erarbeitung eines ästhetischen Programms, basierend auf den gewonnenen Forschungsergebnissen.

Drittens: Erbauung des Prototyps „Schöner Ort“ unter Berücksichtigung der formulierten Parameter des ästhetischen Programms. Veröffentlichung des Manifests.

Am Begriff des Schönen scheiden sich seit Platon die Geister. Unzählige Philosophen, Künstler und Historiker haben sich von der Antike bis heute um eine Definition des Begriffes bemüht, widersprochen und bestärkt. PROJEKT SCHÖNHEIT steigt in den Diskurs ein und macht es sich, basierend auf eigener künstlerischer Forschung, zur Aufgabe, ein Manifest zu erarbeiten, welches das Schöne in unterschiedlichsten Bereichen sucht und zeitgenössisch definiert.

Über die theoretische Auseinandersetzung hinaus, übersetzen langenfelder|thomas das erarbeitete ästhetische Programm, im Zuge einer zweiwöchigen Residenz, in eine immersiven Rauminstallation. Im zeitraumexit Mannheim wird der Prototyp SCHÖNER ORT geschaffen, der die Grenze zwischen Perspektive und Utopie verschwimmen lässt und als Entwurf eines alternativen, sozialen Raums gewertet werden möchte.


 

Die Lulu

Von dem Kind das wir hier bestatten, wissen wir wenig zu sagen. Noch ist uns bekannt, woher es kam; seine Eltern kennen wir nicht und die Zahl seiner Lebensjahre vermuten wir nur. Die Figur der Lulu ist eine im deutschen Theater viel verhandelte Frauenfigur. Lange wurde sie als Femme Fatale interpretiert und inszeniert. Als eine Frau, die den Männern den Kopf verdreht, sie nach allen Regeln der Kunst verführt und hierfür ihre Anziehungskraft bewusst einsetzt. Ihre Figur als Charakter zu erfassen, ist nahezu unmöglich. Wedekinds Lulu ist sprichwörtlich ein Mensch mit tausend Gesichtern.


Foto: Harun Güler

Wie wird ein Mensch zur Projektionsfläche? Für ihre Produktion DIE LULU widmen sich langenfelder|thomas der Frage, wie ein Mensch zur Projektionsfläche wird und untersuchen die Wedekindschen Charaktere als Prototypen, als Menschen, die in einem kapitalistischen System aufgewachsen sind und dort nach Liebe suchen.

Mithilfe der Themenkomplexe Macht, Körper und Sex setzen sie sich mit dem heutigen Stand der Liebe, Selbst- und Fremdwahrnehmung auseinander.

Premiere 10.04.2015
Schauspiel: Hannes Eisenhardt, Lena Huttenlocher-Adomeit, Nils Kirchgeßner, Tabea Panizzi, Hariklia Woutsas
Regie: Cornelius Thomas, Lea Langenfelder
Dramaturgie: Lea Langenfelder
Bühnenbild: Cornelius Thomas
Text: Tim Fischer
Kostüm: Saskia Juliane
Sound: Christopher Ramm
Regieassistenz: Lena Adel
Kostümassistenz: Ella Haas
Das Projekt "Die Lulu" wurde vom "Theater im Kino" in Berlin Friedrichshain finanziell, räumlich und technisch unterstützt.


 

Ausstellung Eins / story of my life

Juli 2014, Berlin Neukölln - langenfelder|thomas öffnet die privaten Türen und gewährt Einblick in den aktuellen Stand ihrer Arbeiten. Innerhalb einer Woche hat sich das Duo intensiv mit der Wohnung als Ausstellungsraum auseinandergesetzt und Vorgänge des täglichen Lebens inszeniert. Gezeigt werden in diesem Zuge entstandene Rauminstallationen der beiden Künstler, sowie aktuelle Zeichnungen von Cornelius Thomas, die sich über das Thema der Wohnung als Ausstellungsort hinaus, mit den Themen Kindheit und Identität auseinandersetzten. Gerahmt wird der fünfstündige Ausstellungsabend durch ein abendfüllendes Programm. Saskia Juliane Kummle kocht alte Familienrezepte und die Ausstellungsgäste sind dazu eingeladen zu speisen, zu jeder vollen Stunde mit langenfelder|thomas zu singen und über den Abend hinweg das Spannungsfeld zwischen Wohn- und Ausstellungsraum auszuloten.